Ich war voller Erwartungen auf der diesjährigen ZERO Project Konferenz, die sich den Themen Inklusion und Barrierefreiheit verschrieben hat. Doch was ich erlebte, war ernüchternd.
Die Konferenz warb mit vielen barrierefreien Angeboten. ABER: Die Live-Untertitel, die für gehörlose und schwerhörige Teilnehmende so wichtig sind, waren enttäuschend. Statt professioneller Schriftdolmetschung wurden KI-Untertitel verwendet, die oft fehlerhaft und unverständlich waren.
Reicht es aus, sich in diesem sensiblen Bereich allein auf KI zu
verlassen?
Die Erfahrung auf der ZERO Project Konferenz zeigte, dass KI-Untertitel oft nicht die nötige
Präzision und Qualität liefern, um akustische Barrierefreiheit zu gewährleisten.
Fazit: Eine Konferenz, die sich der Inklusion verschrieben hat, sollte Barrierefreiheit umfassend(er) denken: Barrierefreiheit bedeutet nicht, eine technische Lösung bereit zu stellen, die auf dem Papier funktioniert, aber in der Realität den Ansprüchen nicht gerecht wird.
KI ist in diesem Fall keine Lösung für Live-Untertitel: Nur professionelle Schriftdolmetscher:innen können aus einer unverständlichen Wortansammlung Sinn generieren, eventuelle Redundanzen filtern und einen sinnhaften Text für Live-Untertitel produzieren.
Und dann haben ALLE etwas davon!
Zero Project Conference - Zero Accessibility (for People with Hearing Impairments) ❓
I was full of expectations at this year's Zero Project conference, which is dedicated to the topics of inclusion and accessibility. But what I experienced was disillusioning.
The conference advertised many accessibility offers. BUT: The live captions, which are so important for deaf and hard of hearing participants, were disappointing. Instead of professional speech-to-text interpreting, AI captions were used, which were often incorrect and incomprehensible.
At an event with an international audience good live subtitles would have brought enormous added value for ALL.