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ALLGEMEINE GESCH√ĄFTSBEDINGUNGEN (AGB) von Sprachpilot e.U.

Sprachpilot e.U. ‚Äď Im Cockpit der Kommunikation Andreas Pechhacker, BA BA MA

Obere Donaustra√üe 17/3/21, 1020 Wien, √Ėsterreich
Tel.: +43 677 616 896 59

E-Mail: mail@sprachpilot.at
UID-Nummer: ATU76790947
Firmenbuchnummer: 606296 m

Unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen zum Downloaden als PDF
  1. Anwendungsbereich

    1. Diese vorliegenden Allgemeinen Gesch√§ftsbedingungen (AGB) definieren den Inhalt und die Abwicklung von Vertr√§gen f√ľr Sprachdienstleistungen zwischen ‚ÄěSprachpilot‚Äú, vertreten durch Andreas Pechhacker, BA BA MA, in seiner Funktion als Sprach-dienstleister (nachfolgend als "Auftragnehmer" bezeichnet), und dem Kunden bzw. der Kundin (nachfolgend als "Auftraggeber:in" bezeichnet). Diese Bedingungen gelten in ihrer jeweiligen Ausf√ľhrung f√ľr bestehende und zuk√ľnftige Gesch√§ftsbeziehungen.

    2. Die Leistungen des Auftragnehmer unterliegen den Bestimmungen in Teil C. Dar√ľber hinaus sind f√ľr √úbersetzungsleistungen die Regelungen in Teil A sowie f√ľr Dolmetschleistungen die Regelungen in Teil B anwendbar. Die Verwendung eigener Gesch√§ftsbedingungen des Auftraggebers/der Auftraggeberin ist ausgeschlossen. Diese AGB sind in deutscher Sprache verfasst und allf√§llige √úbersetzungen in andere Sprachen sind zur Auslegung derselben nicht heranzuziehen.

      TEIL A: √úbersetzungsleistungen (√úbersetzung, Untertitel, Transkription) und Textbearbeitung

  2. Angebot/Auftrag und Umfang der Leistung

    1. Der Leistungsumfang gegen√ľber dem/der Auftraggeber:in umfasst grunds√§tzlich nur √úbersetzungsleistungen. √úbersetzung ist die √úbertragung der Bedeutung eines Textes von einer Ausgangssprache in eine Zielsprache.

    2. Etwaige Auftragsänderungen, Zusatzaufträge und Mehrwert-dienstleistungen sind getrennt zu vereinbaren und zu honorieren (Sonderformate, Fahnenkorrektur, CMS, Projektmanagement, maschinelle Übersetzung mit anschließendem Posteditieren, Posteditieren einer von dem/der Auftraggeber:in erstellten maschinellen Übersetzung, usw.).

    3. Bei Texten, die mit den g√§ngigen Office-Anwendungen bear-beitbar sind, wird die Formatierung des Ausgangstextes beibehalten. √úbersetzungen sind von dem Auftragnehmer, so nichts anderes vereinbart ist, in elektronischer Form zu liefern, wobei der/die Auftraggeber:in dem Auftragnehmer Zugang zu den von ihm/ihr gew√ľnschten Technologien gew√§hrt, wenn eine √úbersetzung in sonstiger elektronischer Form als via E-Mail zu liefern ist.

    4. Der Auftragnehmer verpflichtet sich, alle √ľbertragenen T√§tigkeiten nach bestem Wissen und Gewissen und rechtzeitig durchzuf√ľhren. Der Auftragnehmer schuldet weder einen Erfolg noch, dass die Dienstleistung den von dem/der Auftraggeber:in gew√ľnschten Zweck erf√ľllt.

  3. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers/der Auftraggeberin

    1. Der/Die Auftraggeber:in ist verpflichtet, einen Ausgangstext bereitzustellen, der f√ľr eine √úbersetzung in Bezug auf Form und Inhalt geeignet ist.

    2. Der Auftragnehmer hat offensichtliche M√§ngel (z. B. widerspr√ľchliche Angaben etc.) des Ausgangstextes mit dem/der Auf-traggeber:in zu kl√§ren und kann diese:n auf eventuelle Tippfehler und sonstige Fehler aufmerksam machen.

    3. Die fachliche und sprachliche Richtigkeit des Ausgangstextes f√§llt ausschlie√ülich in die Verantwortung des Auftraggebers/der Auftraggeberin. F√ľr M√§ngel, die sich aufgrund unzureichender Spezifizierung, sprachlicher und terminologischer Ungenauigkei-ten des Ausgangstextes usw. ergeben, ist eine Haftung des Auftragnehmers ausgeschlossen.

    4. Die Zahlenwiedergabe durch den Auftragnehmer erfolgt nur nach dem Ausgangstext. F√ľr die Umrechnung von Zahlen, Ma√ü-einheiten, W√§hrungen und dergleichen ist ausschlie√ülich der/die Auftraggeber:in verantwortlich.

    5. F√ľr die richtige Wiedergabe von Namen und Anschriften bei Vorlagen, die nicht in lateinischer Schrift gehalten sind, hat der/die Auftraggeber:in vorab die Schreibweise von Namen und Eigenbezeichnungen auf einem gesonderten Blatt in lateinischer Blockschrift vorzugeben.

  4. Termine, Lieferung

    1. Hinsichtlich der Frist f√ľr die Lieferung der √úbersetzung ist die jeweilige Vereinbarung zwischen dem/der Auftraggeber:in und dem Auftragnehmer ma√ügebend. Ist das Lieferdatum ein unab-dingbarer, nicht durch eine angemessene Nachfrist verl√§ngerba-rer Bestandteil des von dem Auftragnehmer angenommenen Auftrages und hat der/die Auftraggeber:in an einer versp√§teten Lieferung kein Interesse (‚ÄěFixgesch√§ft‚Äú), so hat der/die Auftrag-geber:in dies im Vorhinein bekannt zu geben.

    2. Auftraggeber:in und Auftragnehmer m√ľssen folgende Termine vereinbaren:

      • Eingang des Ausgangstextes und alle zur Hintergrundinformation notwendigen Unterlagen bei dem Auftragnehmer;

      • Eingang eines Korrekturexemplars bei dem/der Auftraggeber:in (sofern erw√ľnscht);

      • Gegebenenfalls Retournierung des Korrekturexemplars an den Auftragnehmer;

      • Eingang der √úbersetzung bei dem/der Auftraggeber:in in der vereinbarten Lieferform.

    3. Voraussetzung f√ľr die Einhaltung der Lieferfrist sowie des Liefertermins, auch bei einem Fixgesch√§ft, ist der rechtzeitige Eingang s√§mtlicher von dem/der Auftraggeber:in zu liefernden Unterlagen im angegebenen Umfang (z. B. Ausgangstexte und alle erforderlichen Unterlagen zur Hintergrundinformation) sowie die Einhaltung der vereinbarten Zahlungsbedingungen und sonstigen Verpflichtungen. Werden diese Voraussetzungen nicht rechtzeitig erf√ľllt, so verl√§ngert sich die Lieferfrist entsprechend um den Zeitraum, um den dem Auftragnehmer die erforderlichen Unterlagen versp√§tet zur Verf√ľgung gestellt wurden; f√ľr den Fall eines Fixgesch√§fts obliegt es dem Auftragnehmer zu beurteilen, ob auch bei versp√§teter Zurverf√ľgungstellung von Unterlagen durch den/die Auftraggeber:in der vereinbarte Liefertermin eingehalten werden kann.

    4. Die mit der Lieferung (Übermittlung) der Übersetzung und der Unterlagen verbundenen Gefahren trägt der/die Auftragge-ber:in.

  5. Gewährleistung und Schadenersatz

    1. S√§mtliche M√§ngel m√ľssen von dem/der Auftraggeber:in in hinreichender Form schriftlich erl√§utert und nachgewiesen werden (Fehlerprotokoll). Der/Die Auftraggeber:in hat offensichtliche Fehler der √úbersetzung innerhalb einer Woche nach Eingang der √úbersetzung zu r√ľgen.

    2. Zur Mängelbeseitigung hat der/die Auftraggeber:in dem Auftragnehmer eine angemessene Frist und Gelegenheit zur Nach-holung und Verbesserung seiner Leistungen zu gewähren. Werden die Mängel innerhalb angemessener Frist von dem

      Auftragnehmer behoben, so hat der/die Auftraggeber:in weder einen Anspruch auf Preisminderung noch auf Vertragsaufl√∂sung. Wenn der Auftragnehmer eine Verbesserung verweigert oder die angemessene Nachfrist verstreichen l√§sst, ohne die M√§ngel zu beheben, bzw. die Verbesserung f√ľr den/die Auftraggeber:in mit erheblichen Unannehmlichkeiten verbunden w√§re, kann der/die Auftraggeber:in vom Vertrag zur√ľcktreten (Vertragsaufl√∂sung) oder eine Herabsetzung des Honorars (Preisminderung) verlangen. Bei geringf√ľgigen M√§ngeln besteht kein Recht zur Vertragsaufl√∂sung. Gew√§hrleistungsanspr√ľche berechtigen den/die Auf-traggeber:in nicht zur Zur√ľckhaltung des gesamten, sondern nur eines angemessenen Teiles des Rechnungsbetrages.

    3. F√ľr Texte, die f√ľr Druckwerke in welcher Form auch immer verwendet werden, besteht eine Haftung des Auftragnehmers f√ľr M√§ngel nur dann, wenn der/die Auftraggeber:in in seinem/ihrem Auftrag ausdr√ľcklich schriftlich bekannt gibt, dass er/sie beabsichtigt, den Text zu ver√∂ffentlichen, und wenn der Auftragnehmer daf√ľr Korrekturfahnen bis einschlie√ülich jener Fassung des Textes, nach der von dem/der Auftraggeber:in keinerlei √Ąnderungen mehr vorgenommen werden, vorgelegt werden.

    4. F√ľr die √úbersetzung von schwer lesbaren, unleserlichen bzw. unverst√§ndlichen Vorlagen, f√ľr die Transkription bzw. Untertitelung von schwer verst√§ndlichen bzw. unverst√§ndlichen Vorlagen, f√ľr auftragsspezifische Abk√ľrzungen, die von dem/der Auftragge-ber:in bei Auftragserteilung nicht angegeben bzw. erkl√§rt wurden, stilistische Verbesserungen bzw. Abstimmungen von spezifischen Terminologien (insbesondere von branchen- bzw. firmen-eigenen Termini) und die richtige Wiedergabe von Namen und Anschriften bei Vorlagen, die nicht in lateinischer Schrift gehalten sind, besteht keinerlei M√§ngelhaftung. Es tritt daher kein Verzug ein. Dies gilt auch f√ľr √úberpr√ľfungen von fremden Texten.

    5. Aufgrund der technischen Gegebenheiten wird von dem Auftragnehmer f√ľr die √úbermittlung von Zieltexten mittels Datentransfer (wie z.B. E-Mail) keine Haftung f√ľr dabei entstehende M√§ngel und Beeintr√§chtigungen (wie Virus√ľbertragungen, Verletzung der Geheimhaltungspflichten, Besch√§digung von Dateien, Format√§nderungen) √ľbernommen, sofern nicht zumindest grobe Fahrl√§ssigkeit vorliegt.

  6. Eigentumsvorbehalt, Urheberrecht

    1. Alle dem/der Auftraggeber:in √ľberlassenen Unterlagen im Zusammenhang mit dem Auftrag bleiben bis zur vollst√§ndigen Bezahlung aller aus dem Vertrag erwachsenen Verbindlichkeiten Eigentum des Auftragnehmers.

    2. Jegliche Art von im Auftrag nicht enthaltenen Unterlagen wie selbst erstellte Translation Memories, Terminologielisten, Skrip-ten usw. bleiben geistiges Eigentum des Auftragnehmers. Die Weitergabe und Vervielf√§ltigung der Unterlagen d√ľrfen nur mit Zustimmung des Auftragnehmers erfolgen. Eine √úbergabe von Translation Memories, Terminologielisten u. √§. m. an den/die Auf-traggeber:in auf deren Wunsch stellt einen von dem/der Auftrag-geber:in zu verg√ľtenden Zusatzauftrag dar.

    3. Der Auftragnehmer ist nicht verpflichtet zu pr√ľfen, ob dem/der Auftraggeber:in an sich das Recht zusteht, die Ausgangstexte zu √ľbersetzen bzw. √ľbersetzen zu lassen und ist daher berechtigt, anzunehmen, dass dem/der Auftraggeber:in alle jene Rechte (auch Dritten gegen√ľber) zustehen. Der/Die Auftragge-ber:in sichert daher ausdr√ľcklich zu, dass er/sie √ľber alle Rechte verf√ľgt, die f√ľr die Ausf√ľhrung des Auftrages erforderlich sind.

    4. Der/Die Auftraggeber:in ist verpflichtet, den Auftragnehmer gegen√ľber allen Anspr√ľchen, die von Dritten aus Verletzungen von Urheberrechten, Leistungsschutzrechten, sonstigen gewerblichen Schutzrechten oder Pers√∂nlichkeitsschutzrechten erhoben werden, schad- und klaglos zu halten. Dies gilt auch dann, wenn der/die Auftraggeber:in keinen Verwendungszweck angegeben hat bzw. die √úbersetzung zu anderen als den angegebenen Zwecken verwendet. Der Auftragnehmer wird solche Anspr√ľche dem/der Auftraggeber:in unverz√ľglich anzeigen und bei gerichtlicher Inanspruchnahme den Streit verk√ľnden. Tritt der/die Auf-traggeber:in nach Streitverk√ľndigung nicht als Streitge-nosse/Streitgenossin des Auftragnehmers dem Verfahren bei, so ist der Auftragnehmer berechtigt, den Anspruch des Kl√§gers/der Kl√§gerin anzuerkennen und sich bei dem/der Auftraggeber:in ohne R√ľcksicht auf die Rechtm√§√üigkeit des anerkannten Anspru-ches schadlos zu halten.

    5. Der Auftragnehmer bleibt als geistiger Sch√∂pfer der √úbersetzung Urheber derselben und es steht ihm daher das Recht zu, als Urheber genannt zu werden. Der/Die Auftraggeber:in erwirbt mit vollst√§ndiger Zahlung des Honorars die jeweils vereinbarten Wer-knutzungsrechte an der √úbersetzung. Der Name des Auftragnehmers darf nur dann einem ver√∂ffentlichten Text bzw. Textteil beigef√ľgt werden, wenn die gesamte Leistung unver√§ndert von ihm stammt bzw. mit seiner nachtr√§glicher Zustimmung.

      Teil B. Dolmetschleistungen (Schriftdolmetschen, Live-Unterti-telung, Simultan-Transkription, Lautsprachendolmetschen)

  7. Angebot/Auftrag und Umfang der Leistung, Honorar

    1. Der Leistungsumfang gegen√ľber dem/der Auftraggeber:in umfasst grunds√§tzlich nur das Dolmetschen. Unter Dolmetschen versteht man die √úbertragung von gesprochenem Wort aus einer Ausgangssprache in gesprochenes Wort einer anderen Zielsprache oder in Schrift (Schriftdolmetschen) derselben oder einer anderen Zielsprache.

    2. Etwaige Auftragsänderungen, Zusatzaufträge und Mehrwert-dienstleistungen sind getrennt zu vereinbaren und zu honorieren.

    3. Um eine entsprechende Qualit√§t nach dem Stand der Technik zu gew√§hrleisten, sind Dolmetschungen grunds√§tzlich (zumindest) in Zweierbesetzung durchzuf√ľhren.

    4. F√ľr Eins√§tze au√üerhalb des Berufswohnsitzes kommen Rei-sezeitentsch√§digung, Reise- und ggf. √úbernachtungskosten, Di√§ten usw. zur Verrechnung.

    5. Sollte der Auftragnehmer an der Erf√ľllung des Vertrags verhindert sein, kann er selbst eine gleichwertige Vertretung suchen.

  8. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers/der Auftraggeberin

    1. Der Auftragnehmer stellt Dolmetschteams entsprechend den Anforderungen des Auftrags des Auftraggebers/der Auftraggeberin zusammen, die auf den von dem/der Auftraggeber:in mitgeteilten Anforderungen basieren. Dazu muss der/die Auf-traggeber:in bereits vor der Angebotsabgabe schriftlich die genauen Anforderungen bez√ľglich der gew√ľnschten Sprachkombi-nationen, der Besetzungsmodalit√§ten und etwaiger spezieller Anforderungen, die √ľber die √ľblichen Fachkenntnisse erfahrener Dolmetscher:innen hinausgehen, mitteilen. Jegliche √Ąnderungen an diesen spezifizierten Anforderungen zu einem sp√§teren Zeitpunkt gelten nur dann, wenn sie schriftlich von dem Auftragnehmer best√§tigt werden.

    2. Der/Die Auftraggeber:in verpflichtet sich, f√ľr ad√§quate und dem Stand der Technik entsprechende technische, akustische und r√§umliche Bedingungen in den Dolmetschkabinen und im Konferenzsaal zu sorgen, sowie Blickkontakt auf die Vortragenden bzw. in F√§llen, in denen dies nicht m√∂glich ist, eine Video√ľbertragung in die Kabine sicherzustellen.

    3. Die Dolmetschung ist in der Regel zur sofortigen Anh√∂rung bestimmt. Ihre Aufzeichnung bzw. Live-Streaming ist ohne die vorherige Zustimmung des Auftragnehmers unzul√§ssig. Falls nicht ausdr√ľcklich anderes vereinbart, verbleiben die Urheberrechte bei dem Auftragnehmer.

    4. Vor Abschluss des Auftrags hat der/die Auftraggeber:in die Pflicht, den Auftragnehmer dar√ľber zu unterrichten, ob die Dolmetschung gestreamt, aufgezeichnet und/oder anderweitig genutzt wird. Im Falle eines Streamings, einer Aufzeichnung und/oder Verwertung der Dolmetschung wird f√ľr die Abtretung des Urheberrechts ein im Vorfeld zu vereinbarendes Honorar verrechnet.

    5. Der/Die Auftraggeber:in und der Auftragnehmer besprechen das Setting (Online, Hybrid) und die technische Ausstattung im Voraus. S√§mtliche Einzelheiten sind im Interesse aller im Vorfeld detailliert zu kommunizieren. Es ist festzulegen, ob eine Schulung der Dolmetscher:innen erforderlich ist. F√ľr eine Schulung wird ein entsprechendes Honorar verrechnet. Ein Testlauf mit den Dol-metscher:innen und eine Einweisung aller Beteiligten sind in jedem Fall durchzuf√ľhren und durch ein entsprechendes Honorar abzugelten.

    6. Der/Die Auftraggeber:in weist vorab alle Teilnehmenden darauf hin, dass eine Aufnahme und/oder Verwertung der Dolmetschung unzul√§ssig ist. Der Auftragnehmer in ist berechtigt, die eigene Dolmetschung f√ľr √úberpr√ľfungszwecke aufzunehmen, nicht aber zu verwerten.

    7. W√§hrend der Leistungserbringung hat der/die Auftragge-ber:in auf dessen/deren Kosten sicherzustellen, dass den Dolmet-scher:innen in der Dolmetschkabine ausreichend Getr√§nke zur Verf√ľgung stehen.

    8. Wenn technische St√∂rungen, die in die Sph√§re des Auftraggebers/der Auftraggeberin fallen, auftreten, nicht in angemessener Zeit behoben werden k√∂nnen und die Veranstaltung aus diesem Grund nicht durchgef√ľhrt oder fortgesetzt werden kann, wird das vereinbarte Honorar dennoch in voller H√∂he zur Zahlung f√§llig.

    9. Die Verantwortung f√ľr die Eignung und die ununterbrochene Funktionalit√§t der Umgebung, Ausstattung und Infrastruktur liegt bei dem/der Auftraggeber:in. Der Auftragnehmer √ľbernimmt keine Haftung f√ľr den Fall eines Zusammenbruchs oder Ausfalls der Verbindung, der Plattform, eines Stromausfalls oder anderer technischer Probleme, die trotz angemessener Vorsichtsma√ünahmen (nach bestem Wissen und Gewissen) auftreten k√∂nnen.

    10. Sollte die Tonqualit√§t trotz aller Vorkehrungen f√ľr eine Dolmetschung nicht ausreichend sein oder Nebenger√§usche oder Verbindungsprobleme die Dolmetschung unm√∂glich machen, werden die Dolmetscher:innen darauf hinweisen und die Dolmetschung so lange einstellen, bis die entsprechenden Voraussetzungen wieder gegeben sind. Wenn technische St√∂rungen, die in die Sph√§re des Auftraggebers/der Auftraggeberin fallen, auftreten und nicht in angemessener Zeit behoben werden k√∂nnen und die Veranstaltung aus diesem Grund nicht durchgef√ľhrt oder

      fortgesetzt werden kann, wird das vereinbarte Honorar dennoch in voller Höhe zur Zahlung fällig.

    11. Im Falle von Ferndolmetschungen ist ein Setting zu w√§hlen, das dem Auftragnehmer und seinem Team erm√∂glicht, seine Dienstleistung vom Standort des Auftraggebers/der Auftraggeberin bzw. des Veranstaltungsortes aus zu erbringen. Ist dies nicht m√∂glich, kann das Dolmetschteam von einem Hub aus in mit Kon-ferenztechnik ausgestatteten Kabinen arbeiten. In diesem Fall √ľbernimmt der Hub-Betreiber die Verantwortung f√ľr die Technik. Vorab erfolgt in jedem Fall eine Abkl√§rung √ľber den Aufbau und den Verlauf der geplanten zu dolmetschenden Veranstaltung, z.

      B. online oder hybrid.

    12. Wenn die Ferndolmetschleistung entweder im B√ľro des Auftragnehmers oder im Homeoffice erbracht wird, liegt die Verantwortung des Auftragnehmers auf der jeweiligen Umgebung, der Ausstattung und der Infrastruktur, inklusive der Anbindung an das √∂ffentliche Internet. Der/Die Auftraggeber:in ist daf√ľr verantwortlich, eine ununterbrochene Verbindung und Zugriff auf s√§mtliche f√ľr die Leistungserbringung erforderlichen Inhalte in angemessener Geschwindigkeit und Qualit√§t √ľber das √∂ffentliche Internet sicherzustellen.

    13. Der/Die Auftraggeber:in hat f√ľr die Auswahl und Bereitstellung der Plattform Sorge zu tragen, wobei die Verwendung einer f√ľr Simultandolmetschen geeigneten Mehrkanal-Plattform vorzusehen ist. F√ľr Konsekutivdolmetschen k√∂nnen auch Webkonfe-renzsysteme zum Einsatz kommen. Es ist seitens des Auftraggebers/der Auftraggeberin zu beachten, dass die Tonanforderungen beim Dolmetschen viel h√∂her als beim blo√üen Zuh√∂ren sind. Der/Die Auftraggeber:in √ľbernimmt die Verantwortung f√ľr die Funktionsf√§higkeit der Plattform und f√ľr eine sichere und verschl√ľsselte √úbertragung.

    14. Der/die Auftraggeber:in stellt sicher, dass s√§mtliche Red-ner:innen und andere Personen, die w√§hrend der Veranstaltung, die dolmetschend begleitet wird, sprechen werden, Headsets oder Richtmikrofone verwenden. Dies gew√§hrleistet die notwendige Tonqualit√§t f√ľr das Dolmetschen und erm√∂glicht dem Auftragnehmer, die Vortragenden in der Video√ľbertragung gut zu erkennen. Alle Vortragenden m√ľssen sich in einer ger√§uschge-sch√ľtzten Umgebung befinden. Zudem ist es gestattet, nur ein Mikrofon aktiv zu haben, w√§hrend die Mikrofone aller anderen Teilnehmenden stummgeschaltet sein m√ľssen.

    15. Es wird empfohlen, f√ľr fernzudolmetschende Veranstaltungen eine:n Moderator:in und technischen Support bereitzustellen.

    16. Bei Schriftdolmetschungen, Live-Untertitelung, Simultan-Transkriptionen und s√§mtlichen anderen Speech-to-Text-Dienst-leistungen ist der/die Auftraggeber:in daf√ľr verantwortlich, die Erlaubnis der Redner:innen und Teilnehmer:innen zur Aufzeichnung der Redebeitr√§ge, eventuell zur anschlie√üenden Protokollerstellung und gegebenenfalls zur Verbreitung des Protokolls einzuholen. Diese Zustimmung(en) m√ľssen dem Auftragnehmer vor Beginn der Dolmetschung schriftlich nachgewiesen werden.

  9. Urheberrecht

    1. Das Lautsprachendolmetschen dient in der Regel zur unmittelbaren Anhörung, während die Speech-To-Text-Leistungen zur unmittelbaren Betrachtung bestimmt sind.

    2. Sofern nicht ausdr√ľcklich anders vereinbart, beh√§lt der Auftragnehmer in der Regel die Urheberrechte an der

      Dolmetschung. Jegliche Aufzeichnung, Live-Streaming oder anderweitige Nutzung ohne vorherige Zustimmung der Auftragnehmerin ist untersagt. Derartige Verwendungen werden als Zusatzauftr√§ge betrachtet, f√ľr die ein zus√§tzliches Entgelt zu entrichten ist.

    3. Sofern nichts anderes vereinbart wurde, werden im Rahmen des Schriftdolmetschens angefertigte Live-Mitschriften von dem Auftragnehmer nicht gespeichert, sondern gel√∂scht. Falls der/die Auftraggeber:in die Erstellung eines Protokolls (√ľberarbeitete Live-Mitschrift) der Veranstaltung beauftragt, wird die Mitschrift vor√ľbergehend gespeichert und nach der Protokollerstellung gel√∂scht. Mitschriften sind als Zusatzauftrag zu betrachten, f√ľr die ein zus√§tzliches Entgelt zu entrichten ist.

    4. Unabh√§ngig davon ist der Auftragnehmer berechtigt, die eigene Dolmetschung zu √úberpr√ľfungszwecken aufzuzeichnen.

  10. Gewährleistung/Schadenersatz

    1. Es gelten die Bestimmungen des Punktes 5 (Gew√§hrleistung und Schadenersatz, Teil A) unter Ber√ľcksichtigung der Dienstleistung der Dolmetschung.

    2. Aufgrund der raschen Abfolge von zu dolmetschender, oft freier Rede wird eine Haftung f√ľr Translationsfehler bei Dolmetschleistungen, soweit diese vom Auftragnehmer nicht durch grobe Fahrl√§ssigkeit oder Vorsatz verschuldet wurden, ausgeschlossen.

    3. Jegliche Haftung des Auftragnehmer f√ľr die Bereitstellung der Dolmetschtechnik und Technikbetreuung durch den/die Auf-traggeber:in sowie f√ľr technische Probleme wird ausgeschlossen.

      Teil C. Allgemeine Bestimmungen (Geltung f√ľr s√§mtliche Leistungen des Auftragnehmers)

  11. Angebot/Auftrag, Kostenvoranschläge, Substitutionsrecht

    1. Angebote des Auftragnehmers, einschlie√ülich Kostenvoranschl√§ge, k√∂nnen innerhalb des angegebenen Zeitraums angenommen werden. Falls kein Zeitraum angegeben ist, betr√§gt die Frist f√ľr die Annahme 14 Tage ab Ausstellung des Angebots. Annahmen, die nach Ablauf dieser Frist erfolgen, werden als Gegen-angebote an den Auftragnehmer angesehen.

    2. Ein Kostenvoranschlag gilt nur dann als verbindlich, wenn er schriftlich (im Original oder E-Mail), nach Vorlage der zu √ľber-setzenden Unterlagen erstellt und ausdr√ľcklich als solcher bezeichnet wurde. Andere Kostenvoranschl√§ge gelten immer nur als unverbindliche Richtlinie. Der Kostenvoranschlag wird nach bestem Fachwissen des Auftragnehmers erstellt, es kann jedoch keine Gew√§hr f√ľr die Richtigkeit √ľbernommen werden. Sollten sich nach Auftragserteilung Kostenerh√∂hungen im Ausma√ü von √ľber 15 % ergeben, so wird der Auftragnehmer den/die Auftrag-geber:in davon unverz√ľglich verst√§ndigen. Handelt es sich um unvermeidliche Kosten√ľberschreitungen bis 15 %, ist eine gesonderte Verst√§ndigung nicht erforderlich. Diese k√∂nnen von dem Auftragnehmer ohne R√ľcksprache mit dem/der Auftraggeber:in in Rechnung gestellt werden. Falls zus√§tzlicher Aufwand notwendig wird, der auf ein Fehlverhalten des Auftraggebers/der Auftraggeberin oder auf unerwartete Hindernisse in dessen/deren Verantwortungsbereich zur√ľckzuf√ľhren ist, kann der Auftragnehmer diese Aufwendungen in Rechnung stellen.

    3. Bei Übersetzungen basieren die Kostenvoranschläge stets auf den Normzeilen des Ausgangstextes, und die Abrechnung

      erfolgt anhand der Normzeilen des Zieltextes. Da Texte in unterschiedlichen Sprachen unterschiedlich lang sein k√∂nnen, k√∂nnen die Kosten variieren. Eine solche Abweichung wird, auch wenn sie im Kostenvoranschlag nicht explizit aufgef√ľhrt ist, als Einhaltung des Kostenvoranschlags betrachtet (und daher nicht zur Einsch√§tzung einer m√∂glichen Kosten√ľberschreitung herangezogen).

    4. Der Auftragnehmer hat das Recht, den Auftrag in Substitution weiterzugeben. In diesem Falle bleibt er jedoch ausschließlicher Vertragspartner des Auftraggebers/der Auftraggeberin.

  12. Allgemeine Mitwirkungspflichten des Auftraggebers/der Auftraggeberin

    1. Der/Die Auftraggeber:in hat den Auftragnehmer, so weit wie m√∂glich und f√ľr den Auftrag sinnvoll, durch Bereitstellung der zur Erbringung der Dienstleistung notwendigen Unterlagen sowie Informationen zu unterst√ľtzen; Folgendes kann dazu n√∂tig sein:

      • Leitfaden f√ľr technische, rechtliche und redaktionelle Normen;

      • unternehmensinterne Terminologie, Fachterminologie (sofern der/die Auftraggeber:in die Verwendung einer organisationsspe-zifischen Sprache bzw. Terminologie oder einer spezifischen Form von Abk√ľrzungen bzw. einer kontrollierten Sprache w√ľnscht, muss er/sie diese dem Auftragnehmer mitteilen und ihm alle erforderlichen Unterlagen zur Verf√ľgung stellen);

      • bereits bestehende √úbersetzungen, relevante √úbersetzungs-einheiten aus Translation Memories;

      • im Ausgangstext referenzierte Publikationen;

      • technische Unterlagen und Anschauungsmaterial;

      • Schulungsmaterial;

      • Internetadressen;

      • Paralleltexte;

      • Hintergrundtexte;

      • Betriebsbesichtigungen;

      • bestimmte Technologien (insbesondere andere als die g√§ngigen Office-Anwendungen)

      • zus√§tzlich bei Dolmetschleistungen: Informationsunterlagen, Pr√§sentationen, Vortr√§ge, Notizen der Vortragenden.

    2. S√§mtliche Unterlagen zur Vorbereitung sind an den Auftragnehmer bei Vorliegen rechtzeitig per E-Mail zu √ľbermitteln (Dateiformat nach M√∂glichkeit in MS-Word, jedoch keinesfalls in anderen Programmen als MS Office).

    3. Der/Die Auftraggeber:in ist ausschlie√ülich f√ľr die zeitge-rechte Bereitstellung von Informationsunterlagen/Pr√§sentatio-nen/Vortr√§gen/Speaking Notes f√ľr die Vorbereitung der Dolmet-scher:innen verantwortlich.

    4. Vor Abgabe des Angebots hat der/die Auftraggeber:in dem Auftragnehmer den beabsichtigten Verwendungszweck zu kommunizieren, z.B. ob die erbrachten Sprachdienstleistungen

      • nur zur eigenen Information;

      • nur zur Ver√∂ffentlichung und/oder Werbung;

      • f√ľr rechtliche Zwecke und/oder Patentverfahren;

      • oder einem anderen Zweck dienen soll, bei dem eine besondere √úbersetzung der Texte durch den damit befassten Auftragnehmer von Bedeutung ist.

    5. Wird der Zweck einer √úbersetzung/Dolmetschung dem Auftragnehmer nicht bekannt gegeben, so hat der Auftragnehmer die √úbersetzung/die Dolmetschung nach bestem Wissen zum Zwecke der Information auszuf√ľhren.

    6. Sofern bei der Veranstaltung vorgefertigte Texte verlesen werden, stellt der Auftraggeber sicher, dass bis sp√§testens zum Vortag der Veranstaltung eine Kopie pro Dolmetscher:in dem Dolmetschteamchef des Auftragnehmers zur Verf√ľgung gestellt wird. Diese Unterlagen verbleiben bei dem Auftragnehmer bis zur Verlesung und Bearbeitung des betreffenden Schriftst√ľcks oder Manuskripts. Andernfalls wird der Auftragnehmer von seinen Verpflichtungen befreit.

        1. Vorbesprechungen, die vom Veranstalter gew√ľnscht werden und au√üerhalb der vereinbarten Einsatzzeiten stattfinden, unterliegen einer getrennten Abrechnung gem√§√ü den g√§ngigen Honorars√§tzen und Bedingungen f√ľr Dolmetschungen.

        2. Der/Die Auftraggeber:in darf die √úbersetzung/die Dolmetschung nur zum angegebenen Zweck verwenden. F√ľr den Fall, dass der/die Auftraggeber:in die √úbersetzung/die Dolmetschung f√ľr einen anderen als den vereinbarten Zweck verwendet, ist eine diesbez√ľgliche Haftung des Auftragnehmers ausgeschlossen.

        3. Dar√ľber hinaus muss der/die Auftraggeber:in dem Auftragnehmer im Voraus kompetente Ansprechpartner:innen nennen, die f√ľr (inhaltliche und technische) R√ľckfragen zur Verf√ľgung stehen.

  13. Honorar und Zahlungsbedingungen

    1. Das Honorar des Auftragnehmers ist spätestens 14 Tage nach Übermittlung der Honorarnote zur Zahlung fällig.

    2. Die Preise f√ľr die Leistungen des Auftragnehmers bestimmen sich, soweit nichts anderes vereinbart worden ist, nach den Tarifen des Auftragnehmers. Falls keine solchen Tarife vorhanden sind, wird ein angemessener Zuschlag als vereinbart betrachtet.

    3. Sofern nichts anderes vereinbart ist, k√∂nnen Auftrags√§nderungen oder Zusatzauftr√§ge zu angemessenen Preisen in Rechnung gestellt werden. F√ľr die √úberpr√ľfung von Fremd√ľberset-zungen wird ein angemessenes Entgelt in Rechnung gestellt. F√ľr das Lektorieren und Korrekturlesen von Texten steht dem Auftragnehmer ein angemessener Kostenersatz zu.

    4. F√ľr Express-, Nacht- und Wochenendarbeiten k√∂nnen Zuschl√§ge nach Tarifen des Auftragnehmers verrechnet werden, sofern nichts anderes vereinbart wurde. Falls keine solchen Tarife vorhanden sind, wird ein angemessenes Zuschlag als vereinbart betrachtet.

    5. Als Berechnungsbasis gilt die jeweils vereinbarte Grundlage, z. B.: Normzeilen (à 55 Zeichen inkl. Leerzeichen), Wörter, Stundensatz, Zieltext, Ausgangstext beim Übersetzen; Audiomi-nuten bei Transkriptionen und Untertitel; Halbtagessatz (= eine maximale Anwesenheit der Dolmetscher:innen am Einsatzort von vier aufeinander folgenden Stunden), Ganztagessatz beim Dolmetschen (= eine Anwesenheitszeit der Dolmetscher:innen am Einsatzort von acht Stunden). Die Berechnung der Voll- und Halbtagestarife sowie der Überstunden erfolgt ab dem schriftlich vom Auftraggeber mitgeteilten Zeitpunkt, zu dem der/die Dolmetscher am Einsatzort erwartet wird/werden. Ein späterer

      Einsatzbeginn wird nicht ber√ľcksichtigt. Alternativ dazu k√∂nnen auch Pauschalen f√ľr im Vertrag genau festgelegte Zeiten berechnet werden. In diesem Fall werden √úberstunden ab dem Ende der spezifizierten Zeit berechnet. F√ľr √ľber den vereinbarten Zeitrahmen hinausgehende Einsatzzeiten erfolgt die Abrechnung pro Dolmetscher:in und Stunde. Angefangene Stunden werden als vollst√§ndige Stunden berechnet.

    6. Die Preise verstehen sich in Euro. Preisänderungen bleiben vorbehalten.

    7. Wenn der gesamte Dolmetscheinsatz an nicht aufeinanderfolgenden Tagen stattfindet und der Dolmetscher w√§hrend dieser Zeit nicht an seinen Berufsstandort zur√ľckkehren kann, werden die resultierenden Stehtage zu den zuvor vereinbarten Tagestari-fen in Rechnung gestellt.

    8. Falls es notwendig ist, dass die An- und Abreise vor oder nach dem eigentlichen Einsatz erfolgt, wird ein Halbtagessatz f√ľr diese Fahrtzeit in Rechnung gestellt.

    9. Der Auftragnehmer ist berechtigt, im Vorhinein eine angemessene Akontozahlung oder die Vorauszahlung des gesamten Entgelts zu verlangen. Wenn eine solche Akontozahlung/Voraus-zahlung verlangt wird, setzt der Beginn der vereinbarten Liefer-

      /Leistungsfristen auch den erfolgten Eingang dieser Zahlung bei dem Auftragnehmers voraus.

    10. Im Falle eines Zahlungsverzugs beh√§lt sich der Auftragnehmer das Recht vor, die Sprachdienstleistung, falls noch nicht erbracht, zur√ľckzubehalten. Im Fall eines Zahlungsverzugs ist der/die Auftraggeber:in verpflichtet, neben etwaigen anderen Schadensersatzanspr√ľchen Verzugszinsen gem√§√ü ¬ß 456 UGB in H√∂he von 9,2 % √ľber dem Basiszinssatz sowie eine Entsch√§digung f√ľr Betreibungskosten gem√§√ü ¬ß 458 UGB in H√∂he von EUR 40,00 je in Verzug befindlicher (Teil-)Rechnung und angemessene Mahnspesen zu zahlen.

    11. Wurden zwischen Auftraggeber:in und Auftragnehmer Teilzahlungen (z. B. eine Akontozahlung) vereinbart, ist der Auftragnehmer bei Zahlungsverzug des Auftraggebers/der Auftraggeberin berechtigt, die Arbeit an den bei ihr liegenden Auftr√§gen ohne Rechtsfolgen f√ľr den Auftragnehmer und ohne Pr√§judiz f√ľr ihre Rechte so lange einzustellen, bis der/die Auftraggeber:in seinen/ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommt. Dies gilt auch f√ľr Auftr√§ge, bei denen eine fixe Lieferzeit vereinbart wurde.

    12. Die Leistungen des Auftragnehmers sind, sofern nichts anderes vereinbart wurde, bei Ausfolgung bzw. Lieferung der Sprachdienstleistung ohne Abzug zur Zahlung fällig. Ist Abholung, etwa bei Übersetzungen, vereinbart und erfolgt diese durch den/die Auftraggeber:in nicht zeitgerecht, so entsteht die Zah-lungspflicht des Auftraggebers/der Auftraggeberin mit dem Tage der Bereitstellung der Übersetzung zur Abholung.

        1. Alle sonstigen Leistungen der Auftragnehmerin sind mit Absendung der Honorarnote zur Zahlung fällig.

        2. Bei Stornierung von Aufträgen durch den Kunden ist der Auftragnehmer berechtigt, erbrachte Teilleistungen in Rechnung zu stellen. Es gelten die am Tag der Auftragserteilung vereinbarten Preise.

          Bei Stornierung seitens des Auftraggebers/der Auftraggeberin hat diese/r dem Auftragnehmer nachweislich bereits entstandene Kosten sowie:

          …40 % des vereinbarten Honorars bei Absage 4 Wochen vor Veranstaltungsbeginn,

          …50 % des vereinbarten Honorars bei Absage 3 Wochen vor Veranstaltungsbeginn,

          …75 % des vereinbarten Honorars bei Absage 2 Wochen vor Veranstaltungsbeginn,

          …100 % des vereinbarten Honorars bei Absage weniger als 1 Woche vor Veranstaltungsbeginn

          zu ersetzen. Jedenfalls sind f√ľr den/die Auftragnehmer:in bereits angefallene Hotel- oder Reisekosten zu ersetzen.

        3. Der/Die Auftraggeber:in erkl√§rt sich damit einverstanden, Rechnungen in elektronischem Format zu erhalten und zu erstellen. Es liegt in der Verantwortung des/der Auftraggeber:in, eine Empfangsm√∂glichkeit f√ľr elektronische Rechnungen bereitzustellen und eventuelle √Ąnderungen an dieser Adresse mitzuteilen. Eine an die zuletzt mitgeteilte Empfangsadresse gesendete Rechnung gilt in jedem Fall als am folgenden Werktag zugestellt.

        4. Der/Die Auftraggeber:in verzichtet auf das Recht zur Aufrechnung gegen die Honoraranspr√ľche des Auftragnehmers, es sei denn, seine/ihre Anspr√ľche werden schriftlich anerkannt oder sind rechtskr√§ftig festgestellt.

  14. Unterlagen

    1. Die von dem/der Auftraggeber:in zur Verf√ľgung gestellten Unterlagen, einschlie√ülich der Originale, verbleiben bis zur Beendigung der erbrachten Leistung bei dem Auftragnehmer, ohne dass dadurch ein Verwahrungsvertrag entsteht. Auf Anfrage ist der/die Auftraggeber:in dazu verpflichtet, dem Auftragnehmer die Unterlagen entweder im Original oder in einer besonderen Form zur Verf√ľgung zu stellen (insbesondere wenn die √úbersetzung von speziell formatierten Unterlagen beauftragt wurde). Es besteht keine Verpflichtung seitens des Auftragnehmers, die zur Verf√ľgung gestellten Unterlagen zu versichern.

    2. Sobald die erbrachte Leistung abgeschlossen ist, ist der/die Auftraggeber:in dazu verpflichtet, die Unterlagen entweder unverz√ľglich abzuholen oder gem√§√ü den von dem Auftragnehmer angegebenen Terminen. Ist nichts anderes vereinbart, so verbleiben die von dem/der Auftraggeber:in dem Auftragnehmer zur Verf√ľgung gestellten Unterlagen nach Beendigung des Auftrages. Dieser hat daf√ľr zu sorgen, dass diese Unterlagen f√ľr eine Dauer von vier Wochen nach Beendigung des √úbersetzungsauftrages verwahrt werden. Danach ist er berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Unterlagen zu vernichten.

    3. F√ľr die Dauer der Aufbewahrung ist der Auftragnehmer verpflichtet, die Unterlagen so zu verwahren, dass Unbefugte keinen Zugang dazu haben, die Verschwiegenheitsverpflichtung nicht verletzt wird und die Unterlagen nicht vertragswidrig verwendet werden k√∂nnen.

  15. Höhere Gewalt

    1. Im Falle des Eintritts h√∂herer Gewalt hat der Auftragnehmer oder der/die Auftraggeber:in, soweit m√∂glich, den Vertrags-partner:in unverz√ľglich davon zu benachrichtigen. H√∂here Gewalt berechtigt sowohl den Auftragnehmer auch den/die Auf-traggeber:in, vom Vertrag zur√ľckzutreten. Der/Die Auftragge-ber:in hat dem Auftragnehmer bereits get√§tigte Aufwendungen und ein angemessenes Honorar f√ľr die erbrachten Leistungen zu ersetzen.

    2. Als F√§lle h√∂herer Gewalt sind insbesondere anzusehen: Ar-beitskonflikte; Kriegshandlungen; B√ľrgerkrieg; Stillstand der Rechtspflege und/oder Verwaltung, Abbruch der Kommunikationsmittel; Eintritt von durch den Auftragnehmer selbst nicht be-einflussbaren, unvorhersehbaren Ereignissen, die nachweislich die M√∂glichkeit des Auftragnehmers zur vereinbarungsgem√§√üen Leistungserbringung erheblich beeintr√§chtigen.

  16. Gewährleistung und Schadensersatz

    1. Die Frist f√ľr die Inanspruchnahme der Gew√§hrleistungsanspr√ľche bel√§uft sich auf sechs Monate ab dem Zeitpunkt der √úbergabe oder Leistungserbringung. Dabei liegt die Beweislast f√ľr das Vorhandensein des Mangels bereits beim Auftraggeber/der Auftraggeberin zum Zeitpunkt der √úbergabe.

    2. Alle Schadenersatzanspr√ľche gegen den Auftragnehmer, auch f√ľr Mangelfolgesch√§den, sind, sofern nicht gesetzlich anderes zwingend vorgeschrieben, mit der H√∂he des Rechnungsbetrages (netto) begrenzt. Der Auftragnehmer haftet mit Ausnahme von Personensch√§den f√ľr Sch√§den nur bei grob fahrl√§ssiger oder vors√§tzlicher Verursachung, wobei die zumindest grob fahrl√§ssige Verursachung von dem/der Auftraggeber:in zu beweisen ist. Forderungen auf Schadensersatz gegen den Auftragnehmer m√ľssen innerhalb von sechs Monaten ab Erkennen des Schadens und des Sch√§digers oder innerhalb von sechs Jahren ab dem Zeitpunkt des Schadenseintritts gerichtlich eingefordert werden.

    3. F√ľr den Fall, dass der/die Auftraggeber:in die √úbersetzung/die Dolmetschung zu einem anderen als dem angegebenen Zweck verwendet, ist eine Haftung des Auftragnehmers aus dem Titel des Schadenersatzes ausgeschlossen.

  17. Verschwiegenheit und Datenschutz

    1. Der Auftragnehmer ist zur Verschwiegenheit √ľber alle ihm zur Kenntnis gelangten gesch√§ftlichen Angelegenheiten des Auftraggebers/der Auftraggeberin verpflichtet und hat auch von ihm Beauftragte zur Verschwiegenheit im selben Umfang zu verpflichten. Diese Verpflichtung ist, wenn nichts anderes vereinbart wurde, zeitlich auf die Dauer von f√ľnf Jahren nach Ende des Vertragsverh√§ltnisses beschr√§nkt.

    2. Der Auftragnehmer ist berechtigt, ihm √ľbermittelte Daten oder sonst anvertraute personenbezogene Daten im Rahmen der Zweckbestimmung des Vertragsverh√§ltnisses zu verarbeiten und diese Daten auch nach dem Ende des Vertragsverh√§ltnisses zu speichern, wenn diese Speicherung oder Verarbeitung zur Erf√ľllung des Auftrages oder von gesetzlichen Pflichten (z. B. Daten f√ľr Rechnungslegung) n√∂tig ist. Nach Ablauf dieser Frist werden die Daten gel√∂scht.

    3. Soweit es sich um Angaben des Auftraggebers/der Auftraggeberin zur Kommunikation handelt (z. B. E-Mail-Adresse, Telefonnummer), stimmt der/die Auftraggeber:in zu, dass diese Kontaktdaten verarbeitet und gespeichert werden d√ľrfen und auch Nachrichten zu Werbezwecken im Sinne des ¬ß 107 Telekommuni-kationsgesetz an ihn/sie gesendet werden d√ľrfen. Diese Einwilligung kann von dem/der Auftraggeber:in jederzeit widerrufen werden.

    4. Der/Die Auftraggeber:in hat außerdem unter den Voraussetzungen der Bestimmungen des Datenschutzrechtes das Recht, die Löschung seiner/ihrer Daten zu verlangen. Diesem Recht wird aber nur dann entsprochen, wenn der/die SDL keine rechtliche Pflicht zur Speicherung der personenbezogenen Daten trifft.

  18. Salvatorische Klausel, √Ąnderungen, Erf√ľllungsort, anwendbares Recht und Sprache

    1. Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen dieser Bedingungen ber√ľhrt die Wirksamkeit des Vertrages im √úbrigen nicht. Sollte eine Klausel unwirksam oder undurchsetzbar sein oder werden, verpflichten sich beide Parteien, diese durch eine rechtlich zul√§ssige, wirksame und durchsetzbare Klausel zu ersetzen, die der wirtschaftlichen Intention der zu ersetzenden Bestimmung am n√§chsten kommt (salvatorische Klausel).

    2. Der/Die Auftraggeber:in bleibt Vertragspartner:in des Auftragnehmers und haftet f√ľr die vollst√§ndige Zahlung des Honorars auch dann, wenn der/die Auftraggeber:in eine andere Person als Rechnungsadressat:in angegeben hat. Mehrere Auftrag-geber:innen haften solidarisch.

    3. S√§mtliche √Ąnderungen, Erg√§nzungen dieser Allgemeinen Gesch√§ftsbedingungen und sonstigen Vereinbarungen zwischen dem/der Auftraggeber:in und dem Auftragnehmer bed√ľrfen der Schriftform.

    4. Erf√ľllungsort f√ľr alle Vertragsverh√§ltnisse, die diesen Gesch√§ftsbedingungen unterliegen, ist der berufliche Sitz (‚Äědomicile professionell‚Äú) des Auftragnehmers. Zur Entscheidung aller aus diesem Vertragsverh√§ltnis entstehenden Rechtstreitigkeiten ist das am beruflichen Sitz des Auftragnehmers zust√§ndige Gericht √∂rtlich zust√§ndig.

    5. Es gilt österreichisches materielles Recht als vereinbart. Die Vertragssprache ist Deutsch.

Andreas Pechhacker
Andreas Pechhacker
Im Cockpit der Kommunikation